Erdbeeren und Monitoring im Unternehmen

Da ich keine Nachricht von Ihnen erhalten habe, dass Sie mit den 6 Tipps zum nicht-Verkaufen erfolgreich waren, scheint das nicht geklappt zu haben. Die beschriebene Firma wäre mit einem geschulten Telefonverkäufer sicherlich optimaler aufgestellt, denn planloses Verkaufen-Wollen scheint nicht zielführend zu sein. Die Firmeninhaber könnten mit einem Monitoring nachvollziehen, inwiefern die Telefonstrategie die gewünschten Umsätze generiert hat.

Möglichkeiten mit Monitoring

Monitoring klingt oft hoch akademisch – es beschreibt im Wesentlichen das regelmäßige Beobachten, Analysieren und Bewerten von Vorgängen und Aktivitäten im Unternehmen. Da mir die Definition auf deutsch zu lang ist, verwende ich das englische Wort.

Zum Einstieg einige zur Jahreszeit passende Fragen: Essen auch Sie so gern Erdbeeren wie ich? Wie viele Kilogramm Erdbeeren haben Sie in 2017 bereits genossen – 2, 6, 10… kg?

Keinen Überblick? Mir ging es letztes Jahr genauso als ich gefragt wurde. Also hatte ich beschlossen, dass ich das ändern mag und mein Erdbeer-Verzehr-Monitoring gestartet.

Der Zwischenstand lautet bis 24. Mai: immerhin schon 7,5 kg gegessen.

Sinn und Zweck von Monitoring

Sie sehen, Monitoring um des Monitoring willens bringt keine verwertbaren Erkenntnisse. Meine private Erdbeer-Verzehr-Überwachung soll unterhalten. Es kann ein nettes Small Talk Thema sein.

Doch wie schaut das in Unternehmen aus, denn nahezu alle führen regelmäßig und mit großem Engagement Monitoring. Welche Statistiken führen Sie in Ihrem Unternehmen? Anzahl Kaltakquise-Anrufe, abgegebene Angebote, verkaufte Produkte… – die Liste lässt sich unendlich fortsetzen.

Eine wesentliche Frage sollten Sie sich stellen, bevor Sie mit Monitoring-Aktivitäten beginnen: Was möchte ich mit den Statistiken herausfinden?

Aus meinem Berufsleben kenne ich etliche Zahlenerhebungen. Die einen mehr, die anderen weniger aussagekräftig. Überlegen Sie daher, welche Erkenntnisse Sie mit den Zahlen gewinnen möchten.

Ein aussagekräftiges Monitoring erhalten Sie, wenn Sie regelmäßig abgleichen, ob das bestehende Monitoring noch zum aktuellen Geschäft passt.

Sie können aus den erhobenen Daten Kennzahlen bilden. Zum Beispiel: Anzahl Kaltakquise-Anrufe zu angenommenen Angeboten. Achten Sie darauf, dass bei den Kennzahlen keine Erdbeeren mit Kirschen verglichen werden.

Monitoring aufbauen

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, Eckdaten für das Monitoring selbst festzulegen. Ab wann (mit konkretem Datum), über welchen Zeitraum (2 Monate, 36 Wochen, 1 Jahr etc.), was gemonitort werden soll und in welcher Frequenz (täglich, wöchentlich…).

Sie  können die Angaben je nach Umfang auf einem Flipchart, in Excel oder einer Datenbank erfassen. Hauptsache schriftlich, denn so können Sie am besten die Entwicklung Ihrer Firma über einen längeren Zeitraum nachvollziehen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, kleine und mittlere Unternehmen sind meist richtig gut mit dem, was sie fachlich tun. Beim Steuern ihres Unternehmens kann viel Licht ins Dunkel gebracht und Potentiale aufgedeckt werden. Und das mit überschaubarer zeitlicher und finanzieller Investition.

Firmen können mit dem für sie richtigen Monitoring und den daraus abgeleiteten Maßnahmen besser wirtschaften. Für mehr Ertrag mit geringerem Ressourceneinsatz.

Ich wünsche Ihnen eine genussvolle Erdbeerzeit und viel Erfolg mit Ihrem Monitoring.

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