„Nein, das geht nicht“ – diese Antwort verprellt Kunden

Wie oft hörten Sie die Aussage „nein, das geht nicht“ von Ihrem Dienstleister –  ein Mal,  zwei Mal, x-Mal? Gefühlt oder faktisch, zu oft.

Wie oft sagten Sie schon zu Ihrer Kundin, Ihrem Kunden „nein, das geht nicht“ – 1x, 3x, 8x?

Jedes Nein hinterlässt bei Ihren Kundinnen und Kunden mindestens ein Gefühl. Eines, das Unbehagen auslöst. Eventuell sogar Enttäuschung, Unverständnis und Wut, dass Sie ihr, sein Problem ungelöst lassen und ihre Kundin oder ihr Kunde sich selbst darum kümmern muss.

Ich traf in einem solchen Fall zügig eine Entscheidung und suchte mir prompt einen anderen Dienstleister. Das war Aufwand für mich. Für die bisherige Firma hieß das a) keine gute Bewertung von mir und b) Umsatzverlust.

Sie denken jetzt – „aber, wenn ich das wirklich nicht kann. Was soll ich tun?“ Spielen Sie Ihren Trumpf aus, dass Sie in Ihrem Netzwerk eine Expertin oder einen Experten haben. Holen Sie die Expertin, Experten an Bord und gehen Sie mit dieser/diesem zu Ihrer Auftraggeberin.
Aus dem „Nein, das geht nicht.“ wird ein „Ja, ich kann eine Lösung bieten.“
  Es hat sich als hilfreich herausgestellt, dass Sie weiterhin die Hauptansprechpartnerin bleiben und Ihre Experten als Experten arbeiten. So bleiben Sie der Kapitän auf dem Schiff und behalten den Überblick. Im besten Fall erlernen Sie selbst etwas Neues.

Eine Kompetenz können Sie auf jeden Fall ausbauen – den Auftrag auf Kurs halten, delegieren und trotzdem bzw. deswegen einen Expertinstatus als Lösungsfinderin erhalten.
Geben Sie Ihrer Kundin und Ihrem Kunden Sicherheit, dass Sie sich um das Anliegen kümmern und eine Lösung finden. Probleme haben die meisten ausreichend. Sie möchten Lösungen – am besten von Ihnen. Machen Sie aus einem Nein das Ja.

Ich wünsche Ihnen eine lösungsreiche Woche in ruhigem Fahrwasser, mit zufriedenen Kunden und Ihren Experten.

PS: Fragt der Kunde nach einem Zimmerer für den Neubau des Bürogebäudes während Sie an einem Webseiten-Projekt arbeiten? Hier bringt Ehrlichkeit mehr als irgendjemanden zu empfehlen.

Besteht nämlich bei einer Anfrage so gar kein Bezug zu Ihrem Kompetenzbereich und Sie kennen auch keine Expertin auf diesem Gebiet – bleiben Sie freundlich und locker. Ihr Kunde wird verstehen, dass Sie in diesem Fall keine Empfehlung aussprechen und Sie behalten dadurch Ihr Ansehen auf dem Gebiet, auf dem Sie mit Ihren Kompetenzen brillieren.

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